Staufen, Amtsstadt im bad. Kreise Freiburg i. Br., am Flüßchen Neumagen und am Eingange in das Untermünsterthal des Schwarzwaldes, Sitz eines Amtsgerichts und einer Bezirksforstei, zählt (1885) 1820 kath. E. und hat ein altertümliches Rathaus, drei Tuchfabriken, eine Gummibandweberei, Gerberei, Brauerei und Weinbau. Im Norden wird der Ort durch den mit Reben bepflanzten Schloßberg (377 m) mit den Ruinen der schon 856 erwähnten Staufenburg überragt; im O. erhebt sich der Johannisberg (515 m) und hinter diesem der alte Schloßberg mit den Uberresten der Regelsburg. Am 24. Sept. 1848 fand hier ein Gefecht statt zwischen bad. Truppen unter dem General Hoffmann und den Freischärlern unter Struve, in welchem letztere unterlagen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 171Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei