FeedStaunton (Sir George Thomas)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Staunton (Sir George Thomas), berühmter Reisender und Kenner der chines. Sprache, des vorigen Sohn, geb. in Salisbury 26. Mai 1781, begleitete 1792 seinen Vater nach China. Zurück0 ehrt, studierte er in Cambridge, doch wurde er chon 1799 bei der Faktorei der Ostindischen Gesellschaft in Kanton zuerst als Sekretär, dann als Präsident des Ausschusses der Faktorei angestellt. Als 1816 Lord Amherst als Gesandter nach China geschickt wurde, war S. als königl. Kommissar sein Begleiter. Seine Kenntnis der chines. Sprache befähigte ihn, bei Unterhandlungen mit der chines. Regierung wichtige Dienste zu leisten, namentlich schlichtete er 1814 einen Streit zwischen den Engländern und Chinesen. Im J. 1817 verließ er China. Er übersetzte den Kriminalcodex des Chinesischen Reichs ins Englische (Lond. 1810; franz. mit Anmerkungen von F. Renouard de Sainte-Croix, 2 Bde., Par. 1812) und die «Narrative of the Chinese embassy to the Khan of the Tourgouth Tartars in the years 1712, 13, 14 and 155 (Lond. 1821). Außerdem schrieb er Miscellaneous notices relating to Cbina and the Britis3d commercial intercourse with that countrys (Lond. 1822). Sein Tagebuch über Lord Amherst's Gesandtschaft ließ er für Freunde drucken. Für die Hakluyt-Society gab er Mendozas 1588 von Parke übersetzte History of the great and mighty kingdom of China (Lond. 1853) heraus. Seit 1818 war er mit wenigen Unterbrechungen Mitglied des Parlaments, zog sich aber 1852 von dem polit. Leben zurück und starb 10. Aug. 1859 zu London.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 172Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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