Staunton (Sir George Leonard), bekannt durch seine Reise nach China, geb. 19. April 1737 zu Galway in Irland, studierte zu Montpellier Medizin und beschäftigte sich dann in London mit schriftstellerischen Arbeiten. Im J. 1762 ging er als Arzt nach Westindien, wo er sich die Freundschaft Lord Macartneys, Gouverneurs der Insel Grenada, erwarb „dessen Sekretär er wurde und den er auch nach Ostindien begleitete, als derselbe die Statthalterschaft von Madras übernahm. Hier zeichnete er sich namentlich bei den Friedensverhandlungen mit Tippo-⸗Saib aus. Aus Ostindien 1784 nach England zurückgekehrt, wurde er von der Ostindischen Gesellschaft mit einem Jahrgehalt von 500 Pfd. St., von dem Könige aber 31. Okt. 1785 mit dem Titel eines Baronets von Irland belohnt. Auf der Gesandtschaftsreise Macartneys nach China 1792—94 begleitete diesen S. wiederum als Legationssekretär und erhielt zugleich den Titel eines außerord. Gesandten und bevollmächtigten Ministers. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er An authentie account of an embassy from the king of Great-Britain to the emperor of China⸗ (2 Bde., Lond. 1797, mit Karten und Kupfern; deutsch, 2 Bde., Zür. 1798). Großen Anteil an diesem Werke hatte John Barrow (s. d.). S. starb zu London 14. Jan. 1801. S.s Biographie verfaßte sein Sohn (Lond. 1823). De Candolle nannte ihm zu Ehren eine Pflanze Stauntonia.