Staupe der HundelHundeseuche, Laune), eine bei jungen Hunden (bis zum dritten Lebensjahre) oft vorkommende, ansteckende, von Hunden auch auf Katzen übertragbare, durch Bacterien (Cokken) verursachte Krankheit, welche bald mehr die Schleimhäute der Atmungswege, des Magens und Darmes in Anspruch nimmt (Ausfluß von Schleim aus den Nasenlöchern, schnelles und erschwertes Atmen, Husten, Ausbrechen eines weißgrünen Schleims oder nur Brechneigung und Würgen, Schleimabsonderung in den Augen, Verkleben der Lidränder durch dicken, zähen Schleim: katarrhalische Staupe), oder das Nervensystem hochgradig in Mitleidenschaft zieht (Hinfälligkeit und Apathie, Muskelzuckungen, krampfartige Zufälle, Schaumkauen und Speicheln, Lähmungen, besonders solche der Hinterhand; als Rückbleibsel: Muskelzuckungen, Schwäche der Hinterhand: nervöse Staupe). Bei der katarrhalischen S. sind lösende Mittel (Salmiak mit süßen Säften) anzuwenden, bei der nervösen S. kalte Kompressen auf den Kopf des Patienten, Abführmittel (Ricinusöl in Bouillon gequirlt; Gänseschmalz zur Aufnahmead libitum), später Brechnußtinktur. Die mit S. behafteten Tiere sind warm zu halten und müssen stets offenen Leib haben. Kranke und gesunde Hunde dürfen nicht zueinander gelangen können, um Übertragung des Übels zu vermeiden, auch müssen die Kranken—⸗ ställe desinfiziert werden.