Stephan II. (1114—1131) war der Sohn König Colomans (s. d.) und beim Tode seines Vaters erst 13 J. alt. Er war ein leichtsinniger, ausschweifender und grausamer Fürst, der sich in verderbliche Kriege mit seinen Nachbarn (Venedig, Mähren, Ssterreich, Rußland und Byzanz), sowie in Kämpfe mit Aufständischen im Innern seines Reichs stürzte. Unter seiner Regierung ließen sich zahlreiche Bulgaren in Ungarn nieder. S. starb im April 1131, nachdem er kurz vorher das Mönchshabit angelegt hatte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 209Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei