Christian II., Fürst von Anhalt, Sohn und Nachfolger des vorigen, geb. zu Amberg im Aug. 1599, ward, nachdem er schon in savoyischen Diensten das Waffenhandwerk gegen die Spanier erprobt hatte, durch die Schlacht am Weißen Berge, wo er als Führer zweier Reiterregimenter tapfer kämpfend verwundet und gefangen wurde, in das Schicksal seines Vaters verflochten. In Wien, wohin man ihn brachte, gelang es ihm, die Gunst des Kaisers zu erwerben, der 0 bald der Freiheit zurückgab. C. machte eien Reisen durch Deutschland, Italien, Frankreich, die Niederlande, und kehrte erst 1630 zu längerm Aufenthalt in sein Stammland urück. Die — Jahre brachten über sein Fürstentum durch das Eintreten der Schweden in den großen Kampf alle Greuel der Verwüstung, die C. vergebens durch eine nach beiden Seiten vermittelnde Haltung abzuwehren suchte. Mehr als einmal war das Leben Cos und seiner Familie selbst bedroht. Er starb 21. Sept. 1656.