Salomon, König von Ungarn aus dem Hause Arpäd, wurde noch bei Lebzeiten seines Vaters, König Andreas' I., als vierjähriges Kind im J. 1057 zum König gekrönt, flüchtete 1060 vor seinem Oheim Bela I. nach Deutschland und wurde 1063 durch ein deutsches Hilfsheer in sein Reich zurückgeführt. Seine Regierung war durch zahlreiche Unruhen im Innern sowie durch Kriege gegen die Griechen, Bulgaren, Petschenegen gestört. Mit seinen Vettern Geisa und Ladislaus, beide später auch Könige, hatte er ebenfalls viele Streitigkeiten, infolge deren S. 1074 wieder flüchten mußte. Sein Schwager, der deutsche Kaiser Heinrich IV., unterstütte ihn zwar abermals mit einem Hilfsheere, vermochte aber nur einen Landstrich im Westen Ungarns für S. zurückzugewinnen. Letzterer hatte zugleich die Lehnshoheit des deutschen Kaisers anerkannt. Erst 1081 entsagte S. gegen ein Jahrgeld der Krone, wollte jedoch zwei Jahre später dieselbe mit Gewalt wieder erlangen, wurde aber von König Ladislaus I. gefangen. Aus der Gefangenschaft befreit, führte er ein unstätes Leben; er siel im Nähe vor 1087 bei einem Einfall in Thrazien in der Nähe von Philippopel tapfer kämpfend.