Stephans-Orden, von der Kaiserin Maria Theresia 5. Mai 1764, dem Tage der Krönung Josephs II. zum röm. König, zu Ehren des ersten apostolischen Königs von Ungarn als königl. ungar. Orden gestiftet, gilt als vornehmster Orden der Osterreichisch-Ungarischen Monarchie unmittelbar nach dem exklusiven Orden vom Goldenen Vlies. Er besteht aus drei, ihrer Zahl nach beschränkten Klassen, der der Großkreuze, Kommandeure und Kleinkreuze. Ursprünglich war mit seiner Verleihung die Erteilung des erblichen Freiherrenstandes verknüpft. Dieses Privilegium ist jedoch 1884 aufgehoben worden. Das Ordenszeichen ist ein grün emailliertes Kreuz mit einem roten Medaillon. Das Kreuz hängt an goldener Krone und wird in größerer Form von den Rittern der ersten Klasse über der rechten Schulter, von denen der zweiten am Halse, in kleinerer Gestalt von den Rittern der dritten Klasse im Knopfloch getragen; das Band ist in der Mitte rot, an beiden Seiten grün.