August (Emil Leop.), Herzog zu Pun der und Altenburg, Sohn Herzog Ernsts II. und der Prinzessin Charlotte Amalie von Sachsen-Meininen, geb. 23. Nov. 1772, studierte seit 1788 nebst einem jüngern Bruder Friedrich in Genf. Nach dem Ableben seines Vaters trat er 20. April 1804 die Regierung an. Sein Land nahm unter seiner Regierung eine gedeihliche Entwickelung. Namentlich interessierte sich A. für die Vermehrung der wissenschaftlichen und Kunstsammlungen; unter anderm wurde von ihm das Sun1ee Kabinett 90 Gotha begründet. A. starb 17. Mai 1822 und wurde neben seinem Vater auf einer Insel in dem von diesem angelegten Park zu Gotha begraben. Von seinen schriftstellerischen Erzeugnissen ist nur Kyllenion oder Auch ich war in Arkadiend (1805), eine Reihe mit Liedern vermischter Idyllen, im Druck erschienen; andere sind Manuscript geblieben. Vgl. Eichstädt, Memoria Augusti ducis Saxoniae, principis Gothanorumv (2. Aufl., Gotha 1823). Ihm folgte sein Bruder, Friedrich IV., mit welchem 11. Febr. 1825 die Linie Sachsen-Gotha on) ugust (Paul Friedr.), Großherzog von Oldenburg, der älteste Sohn des Herzogs an Württem-Ludwig und der Prinzessin Elisabeth von Württemberg, wurde 13. Juli 1783 auf dem Schlosse Rastede geboren. Nach der Besetzung Oldenburgs durch die Franzosen begab er sich 1811 mit seinem 21⁸ August (Prinz von Preußen)- Vater nach Rußland, wo sein jüngerer Bruder, Georg (gest. 1812), mit der Großfürstin Katharina, nachheriger Königin von Württemberg, vermählt, Gouverneur von Nowgorod, Twer und Jaroslaw war. Gleich diesem nahm er thätigen Anteil an dem Befreiungskriege. Im J. 1816 nach Oldenburg zurückgekehrt, vermählte er sich 1817 mit der Prinzessin Adelheid von Anhalt-Bernburg-Schaumburg (gest. 1820), 1825 zum zweiten mal mit Ida (gest. 1828), der Schwester seiner ersten Gemahlin, und 1831 zum dritten mal mit Cäcilie, der jüngsten Tochter des ehemaligen Königs von Schweden, Gu-Hamt IV. Adolf, welche 1844 starb. Aus erster Ehe tammen die Prinzessinnen Amalie (seit 1836 vermählt mit dem König Otto von Griechenland, seit 1867 Witwe, gest. 20. Mai 1875 in Bamberg) und Friederike (seit 1855 mit Maximilian Freiherrn von Washington vermählt); aus der zweiten der Groß606 ikolaus Friedrich Peter; aus der dritten he der Prinz Anton Günther Friedrich Elimar (geb. 23. Jan. 1844), Offizier in russ. Diensten. Schon als Erbprinz unterzog sich A. seit 1821 mit lebhaftem Eifer den Regierungsgeschäften. Bei seinem Regierungsantritt 21. Mai 1829 nahm er den großherzogl. Titel an, der den oldenb. Regenten durch den Wiener Kongreß zugestanden, von des Großherzogs Vater aber nicht geführt worden war. Zu gleicher Zeit wurde durch ein Familiengesetz den nachgeborenen Söhnen des durch Apfe der herzogl. Titel gesichert. A. Irse mwich bschluß von Verträgen für die Verkehrsentwickelung des Landes, begründete (1831) neue Gemeindeordnungen für Stadt und Land und ordnete das Gewerbswesen und die kirchlichen Verhältnisse. Infolge der Ereignisse von 1848 kam ein mit dem Landtage vereinbartes Staatsgrundgesetz zu Stande, das er 18. Febr. 1849 vollzog. Er starb 27. Febr. 1853. Ihm folgte in der Regierung sein Sohn zweiter Ehe, der Großherzog Peter (s. d.).