Maria Theresia zur Erinnerung an den Sieg bei Kollin gestiftet. Nach den Statuten soll der Orden an Offiziere, ohne Rücksicht auf Religion und Stand, für eine besonders mutige That (welche aus selbsteigenem, freiwilligem innern Antrieb unternommen worden ist), oder für kluge, für den Militärdienst ersprießliche Ratschläge, welche Offiziere nicht nur an die Hand gegeben, sondern auch mit vorzüglicher Tapferkeit ausführen geholfen haben, und zwar in der Regel nach unparteiischer Untersuchung durch das Ordenskapitel (seit Joseph II. auch aus freier Hand des Großmeisters) verliehen werden. Großmeister des Ordens ist der Kaiser von Ssterreich. Der Orden, welchen auch Offiziere fremder Heere erhalten können, zerfällt in drei Klassen: Großkreuze, Kommandeure und Ritter, und gewährt Anspruch auf den Ritter- und Freiherrenstand. Auch ist mit ihm eine Anzahl von Pensionen verbunden; nach dem Tode eines Ritters genießt dessen Witwe lebenslang die Hälfte der Pension. Das Ordenszeichen ist ein achteckiges goldenes, weiß emailliertes Kreuz mit breiten Enden und goldener Einfassung. In der Mitte befindet sich ein runder Schild mit dem österr. Wappen und der Umschrift in goldenen Buchstaben «Eortitudinio (der Tapferkeit), auf dessen Kehrseite der schwarz emaillierte, von einem Lorbeerkranz umgebene Namenszug M. T. F. (d. i. Maria Theresia und Franeiscus). Das Ordensband ist in drei Streifen geteilt, in der Mitte weiß, an beiden Seiten ponceaurot.