Stern (Adolf), ursprünglich Adolf Ernst, Litterarhistoriker, geb. 14. Juni 1835 zu Leipzig, studierte daselbst und in Jena Philosophie Philologie und Geschichte, ließ sich 1865 in Dresden nieder und gab hier die «Bibliothek der Litteratur des 18. Jahrh.» (Berl. 1866—67) heraus. Er ward 1868 zum außerord., 1869 zum ord. Professor der Litteraturgeschichte am Polytechnikum in Dresden ernannt. Von ihm erschienen «Gedichte (Lpz. 1870; 3.Aufl. 1882), das Epos Johannes Gutenberge (Lpz. 1873), die Novellensammlungen Am 1866), «Neue Novellen (Lpz. 1875), «Aus dunkeln 1886), die Romane Die letzten Humanisteno (Lpz. 1880; 3. Aufl. 1882), (Ohne Idealer (Lpz. 1882), (Camoênso (Lpz. 1886). Auf litterarhistor. Gebiete ist sein Hauptwerk die „Geschichte der neuern Litterature (7 Bde., Lpz. 1882—85). Ferner sind zu nennen «Aus dem 18. Jahrh. Studien und Bildere (Berl. 1874), Katechismus der allgemeinen Litteraturgeschichtes (Lpz. 1874; 2. Aufl. 1877), (Zur Litteratur der Gegenwarty (Lpz. 1880), die Biographie Hermann Hettnero (Lpz. 1884).