Sternhaufen nennt man solche Anhäufungen einzelner Firsterne, welche sich ohne weiteres dem Auge als zusammengehörige Gruppen zeigen. Einige sind schon mit dem bloßen Auge zu erkennen, so z. B. die Plejaden, in denen man leicht ohne Fernrohr 6, auch 10—11, mit Fernrohr je nach seiner Stärke 50—100 Sterne zählt, die Hyaden, das Haar der Berenice. Enger zusammengedrängt un dem bloßen Auge als Nebelfleck sichtbar, sind die Präsepe (Krippe) im Krebs, ein Doppelsternhaufen im Perseus, ein S. im Hercules u. a. In diesem ist die Zahl der einzelnen Glieder außerordentlich groß, im letztgenannten schätzt man sie auf über 5000. Mit Hilfe des Fernrohrs kann man viele, oft wunderbar schöne S. in den denkbar mannigfaltigsten Anordnungen der vote Desm sehen. Die Ausmessung derselben, d. h. die Bestimmungen der gegenseitigen Lage der Glieder der S. gehört zu den interessantesten, aber schwierigsten Aufgaben der Astronomie, indem durch nach großen Zeitintervallen wiederholte derartige Messungen erst die Bewegungen in einem solchen zusammengesetzten System nachgewiesen werden können. Derartige Arbeiten wurden von Bessel, Helmert, Lamont,? alentiner, Vogel u. a. geliefert, ohne daß jedoch der Nachweis einer Veränderung der gegenseitigen Lage seither gelingen konnte. Die meisten S., deren es Tausende gibt, liegen in der Milchstraße oder in deren Nähe.