FeedStrehlen
ErdkundeBrockhaus 1882

Strehlen, Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Breslau, an der Ohlau und der Linie Breslau-Mittelwalde und S.Nimptsch der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz des Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat zwei evang., eine luth., eine reform. und eine kath. Kirche, ein Gymnasium, lebhafte Getreidemärkte, eine Zuckerfabrik und eine Dampfbrauerei und zählt (1885) 8855 E. Der der Kommune gehörige Granitsteinbruch am Galgenberge beschäftigt gegen 400 Arbeiter. Das Dorf Woiselwitz, bekannt durch den 1761 beabsichtigten Verrat des Baron Warkotsch gegen Friedrich d. Gr., ist seit 1885 in S. einverleibt. In der Nähe liegen die böhm. Kolonien Hussinetz und Podiebrad; in einiger Entfernung der 398 m hohe Rummelsberg mit schöner Aussicht. Vgl. Görlich, „Geschichte der Stadt S.» (Bresl. 1853); Schimmelpfennig, «S. und der Rummelsbergo (Strehlen 1878). — Der Kreis Strehlen zählt (1885) auf 344 qm 37462 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 298Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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