FeedStreu
Sport & SpielBrockhaus 1882

Streu, Einstreu, wird in die Stallungen der Haustiere, namentlich der Rinder, Pferde, Schafe und Schweine gebracht, um den Tieren ein weiches und warmes Lager zu bereiten, um deren Exkremente aufzusaugen und dadurch Verluste an denselben sowohl direkt durch Fortlaufen u. s. w. als indirekt durch zu schnelle Zersetzung zu verhüten, um den Stalldünger (im weitern Sinne die mit S., im engern Sinne die mit Stroh vermischten Exkremente der Tiere) zu vermehren und in seiner Wirkung (Humusbildung im Boden) zu verbessern. Die gebräuchlichste S. ist das Stroh der Winterfrüchte, Roggen und Weizen. Doch benutzt man noch eine ganze Reihe anderer Materialien zu diesem Zwecke, nämlich Stroh der lfrüchte, Stroh des Sommergetreides, wenn dasselbe verschimmelt u. s. w., als Futter nicht tauglich, Schilf, Teichgras, Seetang, Sägemehl, Erde, Waldstreu, und in neuerer Zeit vielfach den Moostorf (Torfstreu). Der Wert eines Streumaterials hängt in erster Linie von seinem Een Gekalt an dümaent für Wasser und seinem eigenen Gehalt an düngenden Bestandteilen, besonders an mineralischen Pflanzennährstoffen ab. Vgl. E. Wolff, «Prakt. Düngerlehres (10. Aufl., Berl. 1886).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 301Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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