FeedStrömungen
HimmelskundeBrockhaus 1882

Strömungen nennt man einen großen Teil der Bewegungen im Wasser und in der Luft und zwar namentlich solche, welche sich durch eine schärfere Begrenzung der bewegten Massen und durch eine mit mehr oder weniger Konstanz innegehaltene Richtung, sowie durch eine gewisse Regelmäßigkeit in der Art und dem Ort ihres Auftretens auszeichnen. Die S. werden fast stets durch das Bestreben der tropfbaren und luftförmigen Flüssigkeiten, sich nach ihrem spezifischen Gewicht zu lagern, in erster Linie veranlaßt. Weiterhin wirken dann aber vielfach andere Ursachen auf die einmal begonnenen S. ein; so auf die S. des Meers sowohl wie die der Luft die Rotation der Erde, wodurch dieselben eine Richtungsänderung erleiden. Vorherrschende Windrichtungen können nicht nur die Veranlassung zu S. sein, sondern ändern auch oft deren Richtung und Stärke. Über die bedeutendern S. im Meere s. unter Meer, Bd. XI, S. 572 (ogl. die dazugehörige Karte: Meeresströmungen); über die S. der Luft s. Wind.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 310Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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