FeedSundewitt (d. h. der Wald am Sunde)
ErdkundeBrockhaus 1882

Sundewitt (d. h. der Wald am Sunde), Halbinsel an der Ostküste der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, der Insel Alsen gegenüber, im Norden von dem Apenrader Meerbusen, im Osten von dem Alsensund und dem Wenningbund, im Süden von der Flensburger Bucht und dem Nübel-Noor bespült, gehört zum Kreise Sonderburg, ausgenommen das nördlichste Kirchspiel Warnitz, das zum Kreis Apenrade gehört. Dort liegt die Lehnsgraf chaft Reventlow-Sandberg, die seit 1672 im esitz der jüngern Linie der Familie Reventlow (s. d.) ist. Die Landschaft ist sehr fruchtbar und zeichnet sich durch Naturschönheiten aus, wozu die wellenförmigen Hügel, viele Waldgehege, die lebendigen Hecken (Knicks) und das ringsum flutende Meer nicht wenig beitragen. In den beiden schlesw.⸗holstein. Kriegen von 1848/49 und 1864 gewann S. eine hervorragende Wichtigkeit, da die Höhen bei dem Kirchdorf Düppel (s. d.), an der Landstraße von Flensburg und Gravenstein nach Sonderburg, von den Dänen befestigt und hartnäckig verteidigt wurden. Seit 1865 hat Preußen daselbst und bei Sonderburg starke Festungswerke angelegt, welche jedoch wieder aufgegeben worden sind. Unter den übrigen vier Kirchdörfern S.s sind hervorzuheben Broacker mit einer schönen Kirche und Satrup. In der Nähe von Satrup liegt das Moor Nydam, wo 1859—63 neben andern Altertumsgegenständen auch zwei Ruderboote und röm. Kaisermünzen des 2. und 3. Jahrh. aufgefunden wurden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 374Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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