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ErdkundeBrockhaus 1882

Taimyr (Tajmyr) Halbinsel des Nördlichen Eismeeres, zum Bezirk Turuchansk des russ.⸗sibir. Gouvernements Jenisseisk gehörig. Sie spaltet sich durch die Taimyr-Bucht in zwei Hälften, deren größere, östliche, bis zu 77½ nördl. Br. reicht, und wird vom Byrranga-Gebirge durchzogen, das bis zu 305 müber den Meeresspiegel ansteigt und mit vielen Vorgebirgen ins Eismeer ausläuft. In die genannte Bucht mündet im Süden der Taimyr-Fluß, welcher durch den von ihm durchflossenen aimyr-See l(über 100 Em breit, unter 74½ nördl. Br.) in einen Obern und Untern T. geteilt wird. Die Mündung des Flusses ist bis zu 300 Tagen im Jahre mit Eis bedeckt. Außerdem ist das Land mit Tundren bedeckt und wird kaum zuweilen von nomadisierenden Samojeden und Ostjaken besucht. Erforscht wurde es zuerst von dem russischen Reisenden Middendorff (s. d.). Die nordwestlich an der Taimyr-Bucht liegende durch eine schmale Meerenge vom Festlande getrennte Insel heißt auch Taimyr.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 448Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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