Taman, eine zum kubanischen Distrikt Ciskaukasiens gehörige Halbinsel, zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meere und längs der Meerenge von Kertsch. Im Altertum blühte sie durch ahlreiche griech. Kolonien, jetzt liegt sie verödet, herschlämmt und versandet, ist aber merkwürdig zurch ihre Schlamm- und Naphthaquellen (15 an der Zahl), Schlammpulkane und Gaserhalationen, vie sie sich auch am Südostende des Kaukasus, in er Halbinsel Apscheron (s. d.) vorfinden. Der Stadt Kertsch in der Krim gegenüber schneidet der Neerbusen von Taman (Tamanskoe Saliw), 0 km lang und 712 km breit, in das Land ein nd spaltet es in eine nördl. und eine südl. Halbinsel, von welchen zwei schmale Landzungen in die Meerenge von Kertsch konvergierend sich hinein erstrecken. Südöstlich von diesem Golf bildet das Schwarze Meer hinter einer schmalen Nehrung die Kubanbucht (Kubanskoi-Liman) oder den Kisiltaschkoi-Liman mit einem engen Eingange (Bohas) und dem fast geschlossenen Seitenbassin des Iytursees. Im Nordosten bildet das Asowsche Meer die Bucht von Temrjuk (Temriukskoi-Liman). Diese steht in Verbindung mit einem Binnensee, der seinerseits durch einen Isthmus von einem größern Binnengewässer geschieden ist. Es befinden sich auf dieser Halbinsel die Städte Temrjuk (s. d.), westlich davon der Flecken Taman mit 1441 E., ein elender Kosakenort mit schlechtem Hafen, und ganz in der Nähe östlich von letzterm Orte Fanagoria, benannt nach der Stadt Phanagoria, einer 450 v. Chr. von Joniern gegründeten Kolonie, welche später die Hauptstadt des Bosporanischen Königreichs (s. Bosporus und Kertsch) wurde. Nach den zahllosen hierselbst gefundenen Bauüberresten und andern Altertümern muß Phanagoria eine große Ausdehnung gehabt haben. amandua, s. unter Ameisenfresser.