Tensbrae (lat.), die Finstermetten. st Tenebrionidae heißt kos mopolit. Käferfamilie der Heteromeren (s. unter Käfer), mit meist elf⸗, selten zehngliederigen Fuhlern und fünfringeligem Hinterleib; meist fehlen die hintern Flügel und sind die vordern verwachsen. Die Farben sind meist entweder metallisch und dann sind die Formen Tagtiere und ziemlich hurtig, oder sie sind düster, schwarz bei den äußerst trägen, meist nächtlichen Arten. Die Mehrzahl der TJ. lebt auf der Erde, unter Steinen, de lungen, nährt sich von Aas lenden organischen Substanzen, hat häufig einen ekelhaften Geruch melartigen überzug bedeckt. hornigen Larven sind etwas (Vgl. Tafel: Insekten I, Fig. 22 und 23.) Das Hauptvaterland der I. ist ganz Afrika, namentlich außerhalb der Waldungen, Nord⸗ und Südamerika; in den übrigen Gegenden der Erde finden sie sich mehr einzeln. Von einheimischen Arten ist der Mehlwurm (Tenebrio molitor, Fig. 22) und der Trauerkafer (Blaps mortisaga, Fig. 23) bei uns nicht selten in Häusern. Tenedos heißt noch jetzt von den Türken Bogdscha-Adassi benannte kleine gebirgige, aber fruchtbare J Troas, nordwestlich von A deren Name die Sage von einem mythischen König Tenes oder Tennes herleitet, Heros verehrt wurde. Griechen äol. Stammes bewohnt. Im zweiten Perserkriege benutzte Kerxes die Insel als Schiffsstation. Dann schloß sie sich bunde an und blieb eine treue Bundesgenossin Athens bis zum Frieden des Antalkidas, durch den sie wieder in die Hände der Perser fiel. Nach dem Sturze des Perserreichs erlangte sie ihre Selbständigkeit wieder, schloß sich aber, weil sie dieselbe aus eigener Kraft nicht behaupten konnte, an die Stadt Alexandreia Troas an, kam dann unter die Herrschaft der Römer und der Byzantiner und zulettt 1322 unter die der Türken, die sie noch jetzt besitzen. Berühmt war sie im Altertum durch ihre Töpferwaren und ihren Weinbau, wie sie noch heutzutage einen trefflichen Rotwein erzeugt. Von den 6— 7000 E., teils Türken, teils Griechen, wohnt etwa ein Drittel in der Hauptsta Bogdscha), die mit ihrem Ha spitze gelegen und durch eine Citadelle und ein Fort gedeckt, der Sitz eines griech. türk. Aga ist und ziemlich lebhaften Handel treibt. Als Schlüssel zu dem nur 21 Kkm entfernten Wests eingang in den Hellespont od straße ist T. in neuern Zeiten festigt und in guten Verteidigungszustand gesetzt worden. Von den Venetianern wurde die Insel 1656 nach Vernichtung der türk. Flotte erobert, aber schon 1657 nach dem Tode cenigo wieder geräumt fochten hier die Russen unter Siniavin über Seid Ali Pascha und 10. Nov. 1822 naris und Kyriakos einen Seesieg über den Kapudan Pascha. Nordöstlich vo Besikabai (s. d.) aus. Tenerani (Pietro), ausgezeichneter ital. Bildhauer, geb. 11. Nov. 1789 zu Torano bei Carrara, tudierte zuerst unter Canovas Leitung in Rom und schloß sich dann an Thorwaldsen an. Seine Werke sind ebenso zahlreich als mannigfach und verbinden vie Strenge seines zweiten Lehrers auf das glücklichste mit der weichen Milde des ersten. Eine seiner fruhesten Arbeiten, von 1819, ist Psyche mit der Büchse der Pandora, im Palast Lenzoni zu Florenz. Dieser folgte eine Gruppe der Psyche und Venus, dann eine liegende Venus, welcher Amor einen Dorn aus dem Fuße zieht, und ein junger flöteblasender Faun. Nicht geringern Beifall fand die ausdrucksvolle lebensgroße Figur eines Christus am Kreuze, die 1823 für die Kirche San-Stefano zu Pisa in Silber getrieben wurde. Außer einem Grabdenkmal, welches 1830 die Sieneser ihrem Gouverneur Giulio Bianchi setzen ließen, fertigte er 1834 die Kolossalstatue des heil. Johannes für San-Francesco in Neapel und die des Alfonso di Ligorio für St. Peter in Rom. Das Modell für die in Messinga aufgestellte und in München gegossene kolossale Bildsäule des Königs Ferdinand II. von Neapel vollendete er 1841. Zu seinen vorzüglichsten Werken gehört ein großes, 1842 vollendetes Marmorrelief der Kreuzabnahme in der Kapelle Torlonia im Lateran und ein Grabmal in Sta.⸗Maria sopra Minerva zu Rom, den Engel des Weltgerichts darstellend. Auch das christl. Liebespaar, den Tod durch wilde Tiere erleidend, ferner eine Madonna auf dem Halbmond, und Christus auf dem Thron, umgeben von Petrus und Paulus, sind mit religiösem Gefühl durchgeführte Arbeiten. Aus der Menge seiner Porträtbüsten sind die Thorwaldsens und Pius' IX. hervorzuheben. Zu seinen letzten Arbeiten gehören: ein Grabmal für die Marquise von Northampton (eine Matrone bringt der Witwe und den Waisen Hilfe), eine Statue des Grafen Orlow, des Grafen Costabili und des Grafen P. Rossi. T. war an der Akademie von San-Luca Professor und Mitglied des Französischen Instituts, sowie der Akademie in Wien. Im J. 1860 war er zum Generaldirektor der Museen und Galerien in Rom ernannt worden. Er starb in Rom 14. Dez. 1869.