Teppichweberei s. unter Weberei.) Bei der Herstellung der Knüpfteppiche geschieht die Verbindung der aus Kammgarn bestehenden, die Figur bildenden Fäden mit dem leinwandartigen Grundgewebe durch Handarbeit derart, daß in der Richtung des Einschlags die Figurfäden um die Kettenfäden eutsprechend geschlungen und an diese geknüpft werden. Hierbei schlingt man die Polfäden auch noch um eine ziemlich dicke Nadel und bildet dadurch Noppen von bedeutender Größe, die so dicht aneinander liegen, daß ein pelzartiges, die Wärme sehr schlecht leitendes Gewebe entsteht, bei welchem allerdings auch der Verbrauch an Wolle ein bedeutender ist.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 564Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei