Teptjären, Volksstamm in den russ. Gouvernements Orenburg, Ufa und Samara, die westlichen Nachbarn der Baschkiren und der Meschtscherjaken, von welchen letztern sie nur einen Zweig darstellen. Sie gehören daher zu dem turko-finnischen Stamme, enthalten aber eine starke tatarische Beimischung, was sowohl aus ihrem Typus wie aus den Elementen ihrer Sprache hervorgeht. Mit den Meschtscherjaken zusammen nahmen ihre Wohnsitze ehemals weit größere Flächenräume als gegenwärtig ein, indem sie sich noch weit westlich von der Wolga erstreckten; hier sind diese beiden Stämme aber gänzlich russifiziert, und obgleich sie sich noch mit ihren Eigennamen benennen, reden sie nicht mehr ihre Muttersprache, sondern nur russisch; die östlich von der Wolga wohnenden dagegen haben ihre Eigenart beibehalten. Die in den genannten drei Gouvernements wohnenden T., deren Zahl man auf 300000 schätzt, gleichen im ganzen mehr den Baschkiren und sind wie diese Mohammedaner, beschäftigen sich meist mit Viehzucht, namentlich Schaf- und Pferdezucht, auch ist der Ackerbau bei den T. weit verbreiteter als bei den Baschkiren.