FeedTetradymit
NaturlehreBrockhaus 1882

Tetradymit, ein in rhomboödrischen Zwillings⸗, namentlich auch Vierlingskrystallen (daher der Name), auch derb in körnig-blätterigen Aggregaten ausgebildetes Mineral, welches chemisch aus 59,1 Proz. Wismut, 36,4 Tellur und 4/ Schwefel besteht und daher auf die Formel Bi, Ter S oder 2Bi, Te; + Biz S. führt; es spaltet sehr vollkommen nach der Basis, ist mild, in dünnen Blättchen biegsam, äußerlich wenig glänzend oder matt, von zinnweißer bis stahlgrauer Farbe, von der Härte 1 bis 2, dem spezifischen Gewicht 7/4 bis 7,5. Auf der Kohle schmilzt es sehr leicht unter Entwickelung von schwefliger Säure, in Salpetersäure ist es löslich unter Abscheidung von Schwefel. Fundorte sind: Schubkau bei Schemnitz und Oravicza in Ungarn und mehrere Gruben in Virginien, Nordcarolina und Montana. Außer diesem Tellurwismut gibt es noch andere Vorkommnisse von ähnlicher, aber quantitativ abweichender chemischer Zusammensetzung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 582Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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