Tetradymit, ein in rhomboödrischen Zwillings⸗, namentlich auch Vierlingskrystallen (daher der Name), auch derb in körnig-blätterigen Aggregaten ausgebildetes Mineral, welches chemisch aus 59,1 Proz. Wismut, 36,4 Tellur und 4/ Schwefel besteht und daher auf die Formel Bi, Ter S oder 2Bi, Te; + Biz S. führt; es spaltet sehr vollkommen nach der Basis, ist mild, in dünnen Blättchen biegsam, äußerlich wenig glänzend oder matt, von zinnweißer bis stahlgrauer Farbe, von der Härte 1 bis 2, dem spezifischen Gewicht 7/4 bis 7,5. Auf der Kohle schmilzt es sehr leicht unter Entwickelung von schwefliger Säure, in Salpetersäure ist es löslich unter Abscheidung von Schwefel. Fundorte sind: Schubkau bei Schemnitz und Oravicza in Ungarn und mehrere Gruben in Virginien, Nordcarolina und Montana. Außer diesem Tellurwismut gibt es noch andere Vorkommnisse von ähnlicher, aber quantitativ abweichender chemischer Zusammensetzung.