Textilindustrie (vom lat. texére, weben, textilis, gewebt, gewirkt, geflochten) umfaßt alle diejenigen Gewerbsarbeiten und Fabrikationen, welche aus Faserstoffen Gespinste, Gewebe und ähnliche Fabrikate, endlich Bekleidungsgegenstände aller Art herstellen unter Anwendung des Zusammendrehens, Flechtens, Webens, Wirkens, Nähens, Stickens. Ausgeschlossen ist hiernach die Papierfabrikation, bei welcher das besondere Hilfsmittel der Ausscheidung aus Wasser zur Vereinigung faseriger Clemente angewandt wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 592Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei