Thisted (Waldemar Adolf), dän. Dichter, bekannt unter dem Pseudonym Emanuel St. Hermidad, geb. 28. Febr. 1815 zu Aarhuus, widmete sich seit 1833 zu 4½½ν theol. Studien und erhielt 1846 eine Lehrerstelle am Realgymnasium seiner Vaterstadt. Seine schriftstellerische Laufbahn begann er mit Vandring i Syden) Gopenh. 1843), in welchem Roman er eine Schilderung des europ. Südens lieferte. Doch sah er die südl. Länder erst 1845 und 1846, als er mit öffentlicher Unterstützung Deutschland und die Schweiz, sowie 1849 und 1850 Italien besuchen konnte. Von seinen übrigen Werken, die meist ins Deutsche übersetzt wurden, sind zu erwähnen; Havfrueno (Kopenh. 1846), «Tabt og vundeno (2 Bde., 1847), „Danmark bestagerd (1818), dramatische Scenen, „Eventyr, Skizzer og Sagn » (1849), K«Romerske Mosaikero (1851), «Eventyr og Fortällinger af 1001 Natt »(6 Bde., 1852—53), (Sirenernes (2 Bde., 1853), «Hittebarneto, ein romantisches Drama (1854), «Hiemme og paga Vandringy (1854), Erzählungen, Neapolitanste Aquareklerb (1855) und Familieskatten (1856). Inzwischen war die Schule, bei welcher er angestellt, eingegangen. Er wandte sich nun wieder der Theologie zu, wurde 1855 Pastor zu Höirup in Nordschleswig, 1862 zu Tommerup auf Seeland und setzte seine schriftstellerische Laufbahn in religiöser Richtung fort und veröffentlichte Prästekaldo und als Anhang dazu (Til Christi Menighed² (Kopenh. 1859), darauf aber Sögnedagsprädikenero. Großes Aufsehen erregten die unter dem Pseudonym M. Rowan herausgegebenen Breve fra Helveder (1866; 4. Aufl. 1871), denen die Erzählung Högholt? (1868) folgte. T. wurde 1870 in Ruhestand versetzt. Seinen Romanen und Schilderungen schließen sich die größern Dichtungen „Bruden (Kopenh. 1851) und Orkenens Hjerter (1848), ein lyrisches Epos, an.