FeedThorenburg (Torda)
ErdkundeBrockhaus 1882

Thorenburg (Torda), Hauptort des vereinigten Torda-Aranyoser Komitats in Siebenbürgen am Flusse Aranyos, Station der Linie Gyeres-T. der Ungarischen Staatsbahnen, mit (1880) 9434 CE., größtenteils Magyaren und Rumänen, röm. und griech.⸗kath., luth., reform., unitarischer und griech.⸗nichtunierter Konfession; im ganzen zählt das Städtchen 11 Kirchen. Die Stadt und Umgegend ist reich an röm. Steininschriften; auch sind Spuren einer röm. Wasserleitung vorhanden; hier war die röm. Kolonie Salinae. In der Nähe sind Salzgruben und die Thorenburger Kluft (Lordai hasadél), die viele Höhlen enthält, in welche nach der Sage König Darius 1. auf seinem Zuge gegen die Skythen seine Schätze begrub. horesen (Anna Magdalena), geb. Kragh, norweg. Dichterin, geb. 1819 zu Fridericia in Jütland, ward mit einem norweg. Priester verehelicht und gewann dadurch die genaue Kenntnis des norweg. Bauernlebens, sowie auch die Liebe zur wilden norweg. Natur, die sich in ihren Erzählungen mannigfach bekunden. Die wichtigsten ihrer novellistischen Arbeiten sind: (Fortaellingerv (1863), «Signes Histories (1864), «Solen i Siljedaleno (1868), Billeder fra Vestkysten af Norgey (1872), MRyere Fortallinger» (1873). Ihre »Gedichter erschienen 1860 in zweiter Auflage; auch versuchte sie sich mit Et rigt Partis (1870) als dramatische Dichterin. Ihre „Gesammelten Erzählungen» übersetzte W. Reinmar (Bd. 1—5, Berl. 1878-83).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 654Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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