Toluca, einem ausgebrannten Vulkan, dessen mit Schnee bedeckter Gipfel einen Kratersee von einer Viertelstunde Durchmesser trägt. T., Station der Eisenbahn Mexiko-T.⸗Morelia, ist regelmäßig gebaut, zählt etwa 12300 (als Municipalität 39986) E. und ist sehr bekannt durch seine Seife⸗ und Kerzenmanufakturen, sowie durch Schweinezucht und Handel mit Würsten und Schinken. mit dem Anilin (s. d.) homologe organische Base, die aus der Nitroverbindung des Toluols, dem Nitrotoluol, in analoger Weise wie Anilin aus Nitrobenzol dargestellt wird. Es erscheint als eine farblose Flüssigkeit von 1,0 spezifischem Gewicht, die bei 199,5 C. siedet. Im Verein mit Anilin bildet T. (von dem es drei isomere Modifikationen: das Orthotoluidin, das Metatoluidin und das Paratoluidin gibt) das Rohmaterial zur Fabrikation der Amlinfarben, die man auch Toluidinfarben nennen könnte. eine andelunl leicht bewegliche, das Licht stark brechende Flüssigkeit von O,8s2 spezifischem Gewicht, welche bei 111 siedet und dem Benzol (s. d.), mit welchem es homolo ist, ähnlich riecht. Es entsteht bei der trockenen Destilation des Tolubalsams (f. d.) und der Destillation der Toluylsäure mit Kalk, dann neben Benzol bei der Destillation der Steinkohle, wo es in dem leichten Steinkohlenteeröl enthalten ist und daraus durch fraktionierte Destillation gewonnen werden kann. Es verhält sich chemisch dem Benzol analog, gibt mit Salpetersäure ein dem Bittermandelöl ähnlich riechendes Nitrotoluol, aus dem durch reduzierende Agentien eine dem Anilin homologe Base, das Toluidin (. d.), erhalten wird, welche im Verein mit Anilin den Ausgangspunkt zur Darstellung der Anilinfarben ausmacht. .— Marktflecken in Oberbayern, Hauptort eines Verwaltungsdistrikts, 30 km südlich von München an der Isar, wo sie aus dem Gebirge tritt (671 m über dem Meere), Station der Linien Holzkirchen-T. der Bayrischen Staatsbahnen, ist der Sitz des Bezirksamts, eines Amtsgerichts, eines Rentamts, hat eine gewerbliche Fortbildungsschule, ein Institut der armen Schulschwestern, eine Kleinkinderbewahranstalt, ein Franziskanerkloster, ein Krankenhaus und ein nicht unbedeutendes historisches Museum und zählt (1885) 3799 E., welche durch den schwunghaften Betrieb verschiedener Gewerbe wohlhabend sind. Am Fuße des 5 km entfernten Blombergs (1113 m) wurden 1846 die 830 m hoch liegenden iod⸗, schwefel- und natron-⸗ haltigen Quellen Krankenheil durch Stollenarbeit aufgeschlossen. Sie ergeben täglich 6120 1 Wasser. Die Hauptquellen sind die Bernhard⸗ und die Johann-Georgenquelle mit einer konstanten Temperatur von 6“ R. Von T. 1 km entfernt entspringt die Anna-Quelle. Die Bäder, sowie das hier erzeugte Quellsalz und die Quellsalzseife werden gegen Haut⸗, Drüsen⸗ und andere Krankheiten empfohlen. Außer den Bädern werden 5, auch olken⸗ und Kräutersäfte als Kurmittel benutzt. Von den reizend gelegenen Gärten des Bürger⸗ und Bruckbräu und vom alvarienberge hat man schöne Aussichten in das Isarthal, im Dintergrunde auf die 1804 m hohe Benediktenwand. Ausflüge werden von hier nach Länggries, in die . Kochel Vorder⸗ und Hinterriß, an den Walchen⸗, Kochel- und Tegernsee, nach Benediktbeuren, an den Achensee u. s. w. gemacht. Vgl. Höfler, «Führer durch T. und Umgebungo (5. Aufl., Münch. 1886).