Tolubalsam (Balsamum Tolutanum), ein bis 1882 offizineller Balsam, von Nyxroxylon toluiferum, einer im nordwestl. Teil Südamerikas vorkommenden baumartigen Papilionacee, herrührend. Es werden in die Bäume Löcher gebohrt, aus denen der Balsam ausfließt; man fängt ihn in Calabassen auf. So wie er im Handel sich findet, ist der T. in der Regel halbweich, rotbraun und durchscheinend, in der Hand schon erweichend und dann knetbar. Der Geruch ist höchst angenehm, an Vanillin und Benzos erinnernd, der Geschmack ist aromatisch, seine Dichte = 1,2. Bei längerm Aufbewahren erstarrt er völlig und geht in eine spröde Masse über. Er löst sich in Aceton, Alkohol, Chloroform, Essigsäure und Alkalilauge, aber nicht in Benzol und Schwefelkohlenstoff. Es findet sich in dem T. ein Kohlenwasserstoff von der Zusammensetzung des Terpentinöls, des Tolen und außerdem Cinnamein (der Benzyläther der Zimtsäure). Bei der trockenen Destillation liefert er auptsächlich zu Parfumeriezwecken benutzt.