Töß, linker Zufluß des Rheins im schweiz. Kanton Zürich, entspringt mit zwei Quellbächen, der Vorder-und der Hinter-T., am Tößstock (1153 m) in der Hörnlikette, durchfließt in nordwestl. Richtung das tief eingeschnittene, von subalpinen Nagelfluhgebirgen umschlossene Tößthal, tritt bei dem Dorfe T. (437 m über dem Meere, 3050 C.) unweit Winterthur in das Hügelland hinaus und mündet nach 49 km langem Lauf, 34Um über dem Meere, 5 ½ km südwestlich von der Mündung der Thur bei Teufen am Fuße des Irchel. Ihre wichtigsten Zuflüsse sind der Kempthach links, die Eulach rechts. Obwohl die T. ein wildes gefährliches Bergwasser ist, wird ihre Wasserkraft doch vielfach für die Industrie nutzbar gemacht, namentlich seitdem nach den Hochwassern von 1876 und 1878 der Flußlauf korrigiert worden ist. Die bemerkenswertesten Orte des sehr gewerbfleißigen (Baumwollindustrie) Tößthals sind die Dörfer Bauma (2837 C.) und Turbenthal (2158 C.), beide an der Tößthalbahn (Winterthur-Wald) gelegen, und die alte Grafenburg Kyburg (s. d.). Vgl. Geilfus, «Das Tößthalo Gürich 1881). Ibrauchbar, untauglich.