Trematoden (Trematodes), Saug-⸗oder Lochwürmer, heißen ungegliederte, in der Regel flache‚ verlängert ovale, selten rollrunde Würmer, deren Mund in einen gabelig gespaltenen, afterlosen Darm führt. Meist findet sich um den Mund, häusig auch noch am Bauch ein Haft-oder Saugapparat. Die meisten T. sind eierlegende Zwitter, getrennt geschlechtlich und lebendig gebärend sind sie nur selten. Da sie immer Parasiten und zwar meist innere sind, findet sich bei ihnen ein Generationswechsel (s. d.), sodaß auch nur wenig Eier, die zur Entwickelung gelangen, hinreichen, die Existenz der Art zu sichern. Aus den in das Wasser oder an feuchte Orte geratenen Eiern schlüpfen meist bewimperte Embryonen, die in ein niederes Tier, am häufigsten in eine Schnecke eindringen, hier zu eigentümlichen Gebilden, Keimschläuchen (Sporocysten, wenn o hne, Redien, wenn mit Mund und Darm), auswachsen. Aus den in diesen enthaltenen Keimkörnern entwickeln sich entweder direkt zahlreiche sog. Cercarien, oder zunächst noch einmal Töchterkeimschläuche, aus denen jene dann erst hervorgehen. Die Cercarien verlassen den bisherigen Wirt, können sich vermittelst eines Schwanzanhangs munter im Wasser bewegen und vermittelst eines bohrähnlichen Mundstachels in ein neues, wirbelloses Wassertier oder auch in einen Fisch oder Frosch einbohren, verlieren den Schwanzanhang, umgeben sich mit einer Kapsel und führen nun ein latentes Leben, bis sie mit ihrem neuen Wirte von irgend einem andern, meist Wirbeltiere, gefressen werden. In dessen Magen werden sie frei, wandern in andere Organe ein, wachsen, werden geschlechtsreif und produzieren Cier, worauf der Cyklus der Entwickelung von neuem beginnt. (Dgl. hierzu den Art. Leberegel.) über T. schrieben G. Wagner, R. Leuckart, E. Zeller u. a. m.