Triumphbogeu (lat. arcus triumphalis) nennt man freistehende Gebäude mit bogenförmigen Durchgängen, welche in Rom, später auch in andern Städten des Römischen Reichs, zum Andenken an den Triumph eines siegreichen Feldherrn oder Kaisers errichtet wurden; dann wurde der Name auch auf Denkmäler ähnlicher Form, welche man ohne Beziehung auf Kriegsthaten, zu Ehren einzelner Kaiser errichtete, übertragen. Zu den ältesten T. Roms im Sinne eines Siegesdenkmals gehört der, welchen Scipio Africanus der Altere 190 v. Chr. am Clivus Capitolinus erbauen ließ; er war mit vergoldeten Statuen geschmückt. Unter den Kaisern stieg die Pracht dieser Bauwerke, sie wurden aufs reichste mit Säulen, Statuen, Reliefs und Inschriften geschmückt. Mehr oder weniger gut erhalten sind in Rom die T. des Drusus, des Titus, des Septimius Severus und des Konstantin (s. Tafel: Baustile IV, Fig. 5), dann zu Rimini, Aosta, Susa, Benevent, Ancona, Fano, Verona, zu Pola in Istrien, zu Orange (s. Tafel: BaustileIV, Fig., Reims und St.⸗Remy in Frankreich, zu Capara in Spanien, zu Tripoli in Afrika u. s. w. Von T. aus neuerer Zeit sind zu nennen der des Königs Alfons J. u Neapel, der Arco della pace zu Mailand, der Are de l'etoile und der Are du carrousel zu Paris. In neuerer Zeit hat man die Form des T. auch auf Stadtthore übertragen und solche z. B. 1770 in Potsdam, 1850 in München erbaut.