Trouville, Stadt mit (1881) 5711 (Gemeinde 6263) E. im Arrondissement Pont-l'Cvéque des franz. Depart. Calvados, 50 km nordöstlich von Caen, 12 Em nordwestlich von Pont-l'Evoque, in reizender Lage am Fuße eines Hügels rechts an der Mündung der Touques in die Baie de la Seine, Station der Linie Lisieux-Villers-sur-Mer der Westbahn, mit Le Hävre durch Dampfschiffahrt verbunden. Anfang der sechziger Jahre noch ein unbedeutendes Fischerdorf, it T. jetzt ein von der vornehmsten Gesellschaft besuchter Seebadeort mit vielen zum Teil sehr geschmackvollen Landhäusern, eleganten Bade-Etablissements, prächtigem Casino mit Ball⸗ und Konzertsälen, Lese⸗ und Spielzimmern u. s. w. Der Strand, aus reinem, festem Sand bestehend, flacht sich allmählich in das Meer ab und bietet vorzügliche Badeplätze dar. Breite Kais fassen den Strand und Hafen ein, der etwa 120 Fischerbarken aufnehmen kann. Eine Brücke über den Fluß führt zu dem hübschen Städtchen Deauville, mit 2044 E., Seebad, Villen, Casino, Hippodrom u. s. w. In der Nähe von T. sind die Ruinen des alten Schlosses Bonnevillesur-Touques, einst ein Lieblingsaufenthalt Wilhelms des Eroberers.