FeedTschajkowskij (Peter Iliitsch)
MusikBrockhaus 1882

Tschajkowskij (Peter Iliitsch), namhafter russ. Komponist, geb. 7. Mai (25. April) 1840 im Ural als Sohn des dortigen Bergbezirksdirektors Ilja (d. i. Elias) T., der später Direktor des Berginstituts in Petersburg wurde. Der Sohn besuchte die Rechtsschule in Petersburg und trat dann in den Staatsdienst. Daneben begann er sich eifrig mit Musik zu beschäftigen, besuchte drei Jahre lang die von Anton Rubinstein gegründete Musikschule, das spätere Konservatorium in Petersburg, und ward dann als Professor der Musiktheorie an das Konservatorium in Moskau berufen, welche Stellung er bis 1879 bekleidete. Seitdem lebt er im Gouvernement Kiew. T. schrieb 1867 seine ersten Symphonien Wintergedankenv und «Fatumo, denen eine ganze Reihe Klavier⸗ und Gesangskompositionen folgten, ferner die Opern „Wojewodan (1869), «Opritschniko (Der Leibwächtero, zuerst aufgeführt 1874), Undiney (deren Manufkript bei der Direktion eines Theaters verloren gegangen ist), Der Schmied Wakulav (Kuznec Vakulav, 1876), Jungfrau von Orléanso (1880), Mazeppas (1884), endlich die lyrische Oper „Ewgenij Onjegino, welche den Gipfelpunkt von T.s Leistungen bildet. T.s Orchestersuiten machten die Runde in Rußland, Deutschland und Frankreich und erwarben ihm überall den Ruhm eines trefflichen Komponisten. Er 5˙5 auch eine Harmonielehre in russ. Sprache (Mosk. 1872).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 877Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 10

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Musik 6