Tuch (Joh. Christian Friedr.), verdienter Exeget und Orientalist, geb. 17. Dez. 1806 zu Quedlinburg, studierte zu Halle Theologie und Orientalia unter Gesenius, habilitierte sich 1830 ebendaselbst in der philos. Fakultät, wurde in derselben 1839 außerord. Professor, 1841 außerord. Professor der Theologie in Leipzig, 1843 ord. Professor, 1853 zugleich Kanonikus im Stift zu Zeitz, später auch Kirchenrat, und starb 12.April 1867 in Leipzig. T. war ein bedeutender Kenner des Alten Testaments und der semit. Sprachen, namentlich auch des Arabischen. Seine Hauptwerke sind der Kommentar über die Genesis (Halle 1838; 2. Aufl. 1871) und „Die Erklärung der 21 sinaitischen Inschriften» (in der Zeitschrift der „Deutschen morgenländischen Gesellschafto, Bd. 3, 1849). Außerdem lieferte er in Programmen) mancherlei wertvolle Spezialuntersuchungen, meist über geogr. Gegenstände, auch über die äthiopische Lautlehre.