Tukan oder Pfefferfresser (Rhamphastus) heißen große Klettervögel aus den Wendekreisgegenden Amerikas mit sehr großem meist an der Spitze etwas gebogenem, hohlem und leichtem Schnabel, der innen aus einem großmaschigen Knochennetz besteht, das von dünner Hornsched überzogen ist. Die Zunge ist pinselförmig, das Gefieder grell gefärbt. Durch die Kletterfüße an welchen zwei Zehen nach hinten, zwei nach vorn gerichtet sind, unterscheiden sie sich von den Hornvögel (Buceros) der Alten Welt, die ihnen sonst ahnlich sind. Der rotschnäbelige T (Rhamphastu canus, s. Tafel Kuckucksvögel, Fig. 3),ei A 4 53 em langer Vogel mit scharlachrotem Sqhnabel, bewohnt die nördlichen Teile von Südamerik wähn rend der ihm sehr ähnliche, aber 57 em ung r006 T. (Rhamphastus tuco Fig 4), mehr in d Abohern Strichen von Guaiana bis Panagunh vorton tos tärbezirk Moskau gehörig, umfaßt 30 95 93 0 — angebaut. Dagegen ist die Provinz ziemli reich an Produkten des Mineralrei Smantenttübvan ichen Eisengruben, aus dene ich die großen Hüttenwerke der Provi sond auch die 8. Kaluga, ihr meistes Material beziehe p adt T — — le der schönsten Städte von 90 PRußland. Iio. Seine zählt (1882) 63 510 CE., die 133 große Fabrik⸗ und Manufakturanlagen unterhalten. Am wichtigsten davon ist die auf Peters d. Gr. Ukas vom 15. Febr. 1712 vom Fürsten Gregor Jwanowitsch Wolkonslij gestiftete kaiserl. Gewehrfabrik, die unter Katharina II., dann 1817, zuletzt 1874 reorganisiert wurde und mit einer Arbeiterzahl von 3000 bis 5000 Mann jährlich 75000 bis 160000 Stück Gewehre verfertigt. Außerdem werden darin auch Messer, Galanteriewaren, Theekessel u. s. w. fabriziert. Selbst im Auslande berühmt sind die in den Fabriken der Stadt und des Gouvernements gefertigten Tulaischen Kurzwaren aus Stahl und Cisen, Weiß⸗ und Schwarzblech, mit Verzierungen, Vergoldungen u. dgl., besonders auch die Tula-Dosen. Es befinden sich in T. allein 47 Kupferießereien, die für 725 432 Silberrubel Waren iefern; 34 derselben beschäftigen sich ausschließlich mit Herstellung der durch ganz Rußland vertriebenen Theemaschinen. (S. Samowar.) Die übrigen liefern Thür- und Fensterbeschläge, Ofenvorrichtungen, Leuchter und andere kleinere Gegenstände. Unter den übrigen Fabrikanlagen und Manufakturen sind die Eisengießereien, die 25 Schmiede⸗ und Schlosserwerkstätten, 13 Harmonikafabriken, die vielen Gerbereien und Juftenfabriken, über 200 Schuhmacherwerkstätten, Seifensiedereien, 3 Lichtziehereien und Bierbrauereien zu erwähnen. Hierzu kommen die Verarbeitung von Borsten und die besonders durch franz., ital. und deutsche Kriegsefangene von 1812 angelegten wichtigen Fabriken für Farben, Parfumerien, Modewaren, noschuhe, Hüte, künstliche Blumen, Wollzeuge u. s. w. Desgleichen hat sich hier durch holland. Kriegsgefangene die Gemüse⸗, Blumen⸗ und Obstkultur zu einem umfangreichen Industriezweige ausgebildet. Außer dem Vertriebe der Manufakten ist der Handel mit Getreide, Hornvieh, U. und Hanf, sowie mit Pfeffergurken bedeutend. Im November findet ein weiwöchentlicher Jahrmarkt statt. Sehr beliebt sind in Petersburg und Moskau die sog. Tulaischen Nachtigallen, die in den Gehölzen bei T. gefangen werden. T. ist der Sitz eines Bischofs, eines Civilgouverneurs und anderer Behörden, hat 38 griech.⸗kath. und eine prot. Kirche, darunter die große und schöne Himmelfahrtskirche, zwei Klöster, ein Waisen⸗ und ein Findelhaus, ein Arbeits⸗ und ein Zuchthaus, 17 Armenhäuser,‚ 15 Lehranstalten, darunter ein Priesterseminar, ein Gymnasium mit adeliger ½ (seit 1804), ein Mariengymnasium fur öchter (seit 1859), eine Fabrikschule. Hieran schließen sich eine Kadettenanstalt, ein Museum für Demeirinedengri, ein Arsenal, ein Theater u. s. w. emerkenswert sind außerdem noch die große Glocke der Uspenstischen Kathedrale und das Cxerzierhaus. Gegenwärtig zerfällt T. in drei Teile, in die eigentliche Stadt, die Tschulkowsche und die Moslau⸗ oder Gewehrfabrikstadt. Mehrfach durch heftige Feuersbrünste heimgesucht, verlor die Stadt durch den Brand vom 11. Juli 1834 gegen 2000 Häuser, wurde aber schöner wieder aufgebaut. Zuerst wird T. 1150 erwähnt. Bis 1503 gehörte es zu dem Fürstentum Rjasan. Zu Ende des 14. Jahrh. kam die Stadt unter die Herrschaft der Tataren, erst icht unter das Großherzogtum Moskau. Gechichtlich bekannt ist T. durch die Belagerungen seitens der krimschen Tatarenchane 1552 und 1587. Im J. 1602 fiel die Stadt in die Hände des Räuberhauptmanns Chlopsky, der sie zu seinem Waffenplat machte. Sie erklärte sich 1605 für den ersten Falschen Demetrius (Gregor Otrepjew) und ward 30. Juni bis 10. Okt. 1607 belagert, worauf sie sich an den Zaren Wassilij IJwanowitsch Schujski ergab: 1613 wurde sie von poln. Partisanen besetzt, denselben aber alsbald vom Fürsten Kurakin entrissen.