Abchasen, von den Russen und Türken A b a sa, von den Georgiern Bh b, in ihrer eigenen Sprache aber Abssua oder Absne, von den Tscherkessen Asega genannt, eins der sog. kaukasis chen Bergvölker, welches das Land westlich vom Kamme des Kaukasus bis zur Ostküste des Schwarzen Meers (Abchasien) bewohnt und nördlich die 5 Ming und Tscherkessen, im Süden die Suanen und? lingrelier zu Nachbarn hat. Die A. unterscheiden sich von ihren tscherkess. Nachbarn in ihren sozialen Zuständen wie in Physiognomie und Körperbau. hr Gesicht hat bei dunkler Farbe unregelmäßige Zůge; ihr Körper ist hager, von mittlerer Größe, do kraftvoll und gut gebaut, das Haar meist schwarz. Im allgemeinen sind die A. grausam, arglistig und rachsüchtig. Ihre Hauptbeschäftigung ist Ackerbau und Viehzucht, außerdem auch Weinbau und Bienenzucht. 1510 ist unbekannt, obgleich das Land reich an Metallen zu sein scheint; Blei wird an einigen Orten fast gediegen gefunden. erarbenen,us Dn t man höchstens Gold⸗ und Silberarbeiten, für en Hausgebrauch grobe Wollstoffe und Baumwollzeug. Hauptgegenstand der Ausfuhr ist außer Wein und Honig besonders das Buchsbaumholz (von den Russen Palmenholz genannt), sowie andere Nutzhölzer aus den prächtigen Wäldern des Landes. Der früher besonders nach Konstantinopel stark betriebene Sklavenhandel hat aufgehört, ebenso die Seeräuberei, welche die Russen unterdrückten. Die Zahl der A., deren Hauptstämme die Ubychen, Dschigeten, Zebelden und Abasiner sind, wird (1875) auf über 70000 geschätzt, von denen die meisten im Militärbezirk Suchum-Kale (s. d.), etwa 7000 im Kuban-Gebiete leben. Ihre Zahl war vor 1864 weit größer; aber seitdem, und namentlich auch im Russisch-Türtischen Krieg von 1877— 78, ist der rößte Teil der A. nach der Türkei ausgewandert. as naur md Wit Abchasien zwischen den Flüssen hen 20 und Bsyb wird von einem eingeborenen Fürsten unter russ. Oberhoheit beherrscht; die Zebelda, das obere Thal des Kodor, unterwarf sich 1837, das Land Samursakan, zwischen Ingur und Onchur, 1839 den Russen. Die A. waren in * jetzigen Wohnsitzen schon den Alten unter den amen Avagos oder Abasgi bekannt. Zur Zeit Justinians wurden sie Christen; im 11. Jahrh. kamen sie unter die Herrschaft Georgiens. Seit der Mitte des 15. Jahrh., wo sie unter türk. Hoheit gelangten, sind sie Mohammedaner. Die eigentlichen A. 51 1771. wieder eigene Fürsten aus der Dynastie der Schirwaschidse, die sich 1824 unter russ. Oberhoheit stellten. Die vollständige Unterwerfung des Volks gelang den Russen erst 1864, worauf die Massenauswanderung nach der Türkei begann. Im Russisch-Türkischen Krieg 1877—78 schlossen sich die zurückgebliebenen A. den Türken an, wurden jedoch von den Russen bald wieder zur Unterwerfung genötigt. (S. Tscherkessen.)