Tusche, ein in viereckigen Stücken oder Stangen im Handel vorkommendes schwarzes Farbematerial, welches sich mit Wasser äußerst leicht abreiben läßt, alle Schattierungen vom schwächsten Grad bis zur Solebmmemien Schwärze gibt und deshalb in Malerei allgemein in Anwendung gebracht wird. Die feinste T. ist die chinesische, deren Zubereitung den Europäern lange Zeit ein Geheimnis war. Einen Hauptbestandteil bildet der Ruß verbrannter feiner Pflanzenöle, besonders des Sesamöls. Das Bindemittel ist Leimwasser, und des Wohlgeruchs halber setzt man Moschus, Zibeth, Kampfer und andere riechende Substanzen hinzu. Die in Europa aus Lampenruß hergestellte T., welche nach altem Brauch, wenn sie gangbar sein soll, die chines. Stangenform mit chines. Verzierungen und Zeichen mit oder ohne Vergoldung besitzen muß, erreicht gegenwärtig in vielen Fällen an Güte (d. h. reiner Schwärze und Verteilbarkeit) fast das chines. Prodult. Gute T. ist von tiefschwarzer Farbe ohne Beimischung eines fuchsigen Tons und von glasähnlichem Bruch. ů loder Wasserfarben.