FeedTurteltaube
ErdkundeBrockhaus 1882

Turteltaube (Columba turtus s. Turtus auritus, s. Tafel: Tauben, Fig. 6) ist der Name einer 30 em langen, oben rotgrauen, auf dem Rücken schwarz und aschgrau gefleckten Taube, die an den Seiten des mattroten Halses einen schwarzen, weiß gebänderten Nus hat. Sie findet sich in Asien und Europa mit Ausnahme der nördlichen Gegenden und ist auch in Deutschland stellenweise nicht selten. Turtman (frz. Tour temagne), Dorf und Thal im Bezirk Leut des schweiz. Kantons Wallis. Das Dorf liegt 630 müber dem Meere, 14 km westlich von Visp auf der linken Seite des Rhönethals an der Bahnlinie Sitten-Brig, zählt mit dem sich öffnenden Turtmanthal (1880) 520 C. und i nach einem alten Kastell, Turris magna, benannt, dessen Stelle jetzt von einer Kapelle eingenommen wird. Das Thal, links durch die Kette der Bella Tola (2975 m) vom Val d'Anniviers, rechts durch diejenige des Schwarzhorns (3207 m) vom Nikolaithal geschieden, ist ein wildschönes schmales Hochthal, reich an Alpweiden und Waldungen, in denen hier und da noch der Luchs vorkommt, und erstreckt sich vom Turtmangletscher bis zum Dorfe, bei welchem das Thalwasser, der Turtmanbach, mit einem prächtigen Wasserfall in das Hauptthal des Wallis hinaustritt, um 1 km weiter nördlich nach 16 km langem Laufe in den Rhöne zu münden. Die einzige größere Ansiedelung im Thale ist das Dörfchen Gruben oder Zmeiden (1847 m).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 927Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6