Unterleibskrankheiten kann man zwar im allgemeinen alle Krankheiten nennen, welche die dem Unterleibe angehörigen Organe betreffen; gewöhnlich aber versteht man unter diesem Worte langwierige übel der in der Unterleibshöhle liegenden Verdauungsorgane, ferner Unregelmäßigkeiten des Blutumlaufs in den Unterleibsorganen, welche besonders ihren Sitz im Pfortadersystem haben, und die von Erkrankungen gewisser Unterleibsorgane abhängigen geistigen Störungen (Hypochondrie und Hysterie); bei Frauen auch soviel wie Gebärmutterkrankheiten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 50Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei