Vaals, Gemeinde und Dorf in der niederländ. Provinz Limburg, auf der preuß. Grenze, an der d Chaussee von Aachen nach Mastricht, mit 4600 CE., ist ein blühender Ort mit bedeutenden Tuchfabriken. Es hat eine kath., eine reform. und eine luth. Kirche, wie auch ein Nonnenkloster. Im 17. Jahrh. drale aus dem 12. Jahrh., eine Konsistorialkirche der Reformierten, eine von Duret modellierte Bronzestatue des in der Schlacht bei Abukir 1798 ö gefallenen Kontreadmirals Brueys, ein Kommunal-Collége, eine Bibliothek, Seidenindustrie, Strumpfwirkerei, Leinweberei, Tuch- und Papierfabrikation, Töpferei und Handel mit Getreide, Wein und Ol. — U. hieß im Altertum und Mittelalter Ueetia, gehörte unter den Römern zu Gallia Narbonensis, kam dann an die Westgoten, um 534 zum Frankenreiche, gehörte 843 —870 zu Lothringen, bald darauf zum Burgundischen Königreich, war vom 12. bis 15. Jahrh. Hauptort einer Vizegrafschaft, wie schon vorher des Pagus Uceticus (Uzegais), wurde später ein Herzogtum und gehörte zum Gouvernement Languedoc bis zur großen Revolution, welche 1790 auch das hiesige Suffraganbistum des Erzstiftes Narbonne aufhob. — Das Arrondissement Uzés, welches in 8 Kantone und 99 Gemeinden zerfällt, zählt (1881) 77074 C. hatte V. nachdem es bei dem Westfälischen Frieden in den Besitz der Vereinten Provinzen gekommen war, eine gewisse Bedeutung als Zufluchtsort für die aus den span. Niederlanden und aus Aachen vertriebenen Protestanten.