Veranda (span.) nennt man eine auf leichten Pfeilern oder Säulen ruhende, mit vorspringendem Dach oder nur mit Lattenwerk bedeckte Halle, welche an Land⸗ oder Wohnhäusern angebracht ist und mit Schlingpflanzen bezogen zu werden pflegt. Ursprünglich in südl. Ländern gebräuchlich und dort durch das Klima hervorgerufen, hat sie neuerer Zeit auch in Deutschland sich eingebürgert und ist an heißen Sommertagen als kühler Sitz zwischen Wohnung und Garten sehr angenehm. Beränderliche Sterne nennt man diejenigen Firsterne, deren Helligkeit sich im Laufe der Zeit ändert. Man unterscheidet drei Klassen solcher Sterne: 1) die neuen Sterne, welche plötzlich an einer Stelle aufleuchten, wo kein Stern seither bekannt war und die nach längerer oder kürzerer Zeit wieder verschwinden, 2) Sterne, deren Lichtwechsel in unregelmäßigen Zeiträumen und in ungleichem Grade erfolgt; 3) Sterne, deren Lichtwechsel in regelmäßigen Perioden vor sich geht, sodaß eine Gesetzmäßigkeit in dem ganzen Vorgang erkannt werden konnte. Neue Sterne sind schon aus dem Altertum bekannt, sie wurden gesehen z. B. in den J. 134 v. Chr., 123, 173, 386, 393, 827, 1006 n. Chr. u. s. w. Besonders berühmt ist der sog. Tychonische Stern, welcher von Tycho Brahe am 11. Nov. 1572 in der Kassiopeja gesehen wurde, als er heller als die Venus glänzte und selbst bei Tage gesehen werden konnte. Nach zwei Jahren war er verschwunden und ist seither nicht wieder erschienen. Aus neuerer Zeit ist zu erwähnen ein Stern, der 1866 in der nördl. Krone als Stern erster bis zweiter Größe aufleuchtete, nach acht Tagen dem bloßen Auge unsichtbar wurde, jedoch mit dem Fernrohr noch jetzt zu erkennen ist. Ein Beispiel der Sterne, deren Lichtwechsel keine Periode erkennen ließ, bietet u Argus; derselbe ist manchmal jahrelang gleich einem Stern erster Größe, dann wieder kaum dem bloßen Auge sichtbar, ohne daß die Zeitdauer oder die Helligkeit selbst Regelmäßigkeiten bemerken läßt. Beränderliche Sterne der dritten Klasse sind bereits ziemlich viele bekannt, aber die Dauer der Perioden ist sehr verschieden; bei einigen vollziehen sich die Schwankungen in weniger als drei Tagen, bei andern erst in 1½ Jahren. Am bekanntesten ist 8 Persei (Algol), dessen Helligkeit in 2 Tagen 20 Stunden 48 Minuten 54 Sekunden von der zweiten bis vierten Größe schwankt. über die Ursachen der Lichtveränderungen hat man verschiedene Hypothesen aufgestellt; eine davon vermutet, daß die Sterne von dunkeln Körpern umkreist werden, wie die Sonne von den Planeten: tritt nun ein solcher Körper zwischen den Stern und unser Auge, so muß eine Lichtabnahme eintreten. Bei einzelnen Sternen würde diese Hypothese den Erscheinungen im ganzen Verlauf gerecht werden, aber es liegt gerade bei diesen in der dann notwendigen Annahme eines sehr geringen Abstandes des Haupt⸗ und Nebensternes von einander ein Bedenken für die Stabilität des Systems. Eine zweite Hypothese setzt eine sehr stark abgeplattete Gestalt der Sterne und eine Rotation um eine in Perioden hin und her schwankende Achse voraus. Die dritte Hypothese (Zöllner) ist die wahrscheinlichste und den Erscheinungen entlehnt, welche unsere Sonne bietet. Infolge zunehmender Erkaltung werden sich auf den Sternen, ähnlich wie die Flecke auf der Sonne, Schlacken bilden, welche mehr und mehr Ausdehnung gewinnen, sodaß die Lichtausstrahlung endlich geringer werden muß. Bei stattfindender Rotation des Sterns um eine Achse werden sich, da eine gleichmäßige Schlackenverteilung über die Oberfläche nicht vorausgesetzt werden kann, nach und nach Lichtveränderungen zeigen. Bei stets zunehmender Erkaltung wird die Leuchtkraft immer geringer, schließlich ganz aufhören. Wenn nun aber die so entstandene Rinde nicht sehr dick ist, sodaß sie der Spannkraft der im Innern eingeschlossenen glühenden Dämpfe nicht widerstehen kann, werden von Zeit zu Zeit mächtige Eruptionen stattfinden und uns so die Erscheinung neuer Sterne bieten. Auch die vorwiegend rote Farbe der veränderlichen Sterne findet durch diese Hypothese Erklärung, indem die Sterne, die sich im Zustande der vorgeschrittenen Abkühlung befinden, von der Weißglühhitze in das Rotglühen übergegangen sind.