Veronica, die Heilige, eine fromme Frau, welche in Rom gestorben sein soll, reichte, nach der wahrscheinlich gegen die Mitte des 13. Jahrh. entstandenen Legende, Christus auf seinem letzten Gange, als er unter der Last des Kreuzes erlag, ihr Schweißtuch (s. d.) zum Abtrocknen dar. Christus nahm es an, und auf dem Tuche drückte sich sein Gesicht (das sog. Heilige Gesicht, Veronicon) ab. Das Gedächtnis der V. fällt auf den 4. Febr. Eine andere Heilige, Veronica von Mailand, war Nonne im Kloster der Augustinerinnen zu St. Martha in Mailand, starb 1497 und wurde wegen ihrer Wunder zur Heiligen erhoben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 221Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei