Agnes, die Heilige, war nach der Legende zu Rom geboren und erhielt wegen ihrer hohen Schön-Fib und ihres Reichtums schon in ihrem 13. Jahre von dem Sohne des röm. se als Symphronius einen Heiratsantrag, den sie als Christin zurückwies. Da auch die Werbung des Symphronius selbst ohne Erfolg blieb, ließ dieser die Jungdm: in ein öffentliches Haus bringen und entkleien; doch plötzlich war ihr Haupthaar so lang gewachsen, daß es ihren Körper wie ein Kleid umfloß. Als nun der Sohn des Symphronius ihr Gewalt anzuthun versuchte, stürzte er zu Boden und erblindete. Auf Bitten der Freunde des Jünglings gab ihm A. das Augenlicht jedoch zurück. Dessenungeachtet wurde sie zum Feuertode verurteilt, blieb aber von den Mätirre⸗ unverletzt und erlitt deshalb 303 den Märtyrertod durch das Schwert. Später wurde sie kanonisiert. Ihr Sinnbild ist ein Lamm. Tintoretto hat in einem trefflichen Gemälde die Heilung des jungen Symphronius durch die Heilige, Lanesdiehr deren Hinrichtung dargestellt. Die Agneskirche auf der Piazza Navona in Rom enthält ein berühmtes Basrelief aus der Geschichte der Heiligen von Algardi. In einer zweiten, vor der Porta Pia zu Rom gelegenen Agneskirche werden 29. Jan., dem Feste der A., die Lämmer geweiht, aus deren Wolle man die Pallien zur Investitur der neuen Bischöfe webt.