Apokatastase (grch.), Wiederbringung aller Dinge, d. h. Wiederherstellung in den vorigen (lursprünglichen) Zustand (vgl. Apostelg. 3, 21), bezeichnet ursprünglich die Zeit, in welcher mit der Erscheinung des Messias die prophetischen Weissagungen von der Aufrichtung des Gottesreichs auf Erden erfüllt werden sollen. Im dogmatischen Sinne versteht man jedoch unter A. die dereinstige Bekehrung aller und damn Individuen zum Glauben an Christus und damit à Vors ihr I. Welhe in die ewige nel 5a Diese Vorstellung, welche schon dem Apostel Paulus nicht fremd ist (1 Kor. 15, 22; Röm. 5, 18; 11, 32), ist namentlich von Origenes (s. d.) zu der Annahme einer endlichen Bekehrung und Beseligung aller, selbst den Teufel nicht ausgeschlossen, ausgebildet worden. Dieselbe Anschauung blickt noch bei Didymus von Alexandrien (gest. 395) und Gregor von Nazianz (gest. 390) hervor, ebenso bei Diodor von Tarsus und Theodorus von Mopsuhestia im 5. Jahrh. Allein die kirchliche Orthodoxie verwarf dieselbe seit dem 6. Jahrh. als (Origenistisches Ketzerei und hielt fest an der Ewigkeit der Höllenstrafen. Dennoch ist dieselbe Vorstellung in älterer und neuerer Zeit, so bei Scotus Erigena im 9. Jahrh., und im 19. Jahrh. wieder bei der sog. Vermittelungstheologie aufgetaucht.