Vesoul (mittellat. Vesullum), Hauptstadt des franz. Depart. Haute-Saöne, in der ehemaligen Franche-Comté, am Zusammenfluß des Durgeon und der Colombine und am Fuße des 452 m hohen Kegelbergs La-Motte gelegen, von Weinbergen um-Petit und gut gebaut, ist Station der Linien Paris-Petit⸗-Croir und Gray-V. der Ostbahn und der Linie V.⸗Besancon-Lyon der Paris-Lyon-Mittelmeerbahn, Sitz eines Tribunals erster Instanz, eines Assisenhofs und eines Friedensgerichts, einer Ackerbaukammer und des Stabes einer militärischen Subdivision. Die Stadt zählt (1881) 8071 (Gemeinde 9553) E. und hat ein Lyceum, ein Lehrerseminar, einen landwirtschaftlichen Verein, eine öffentliche Bibliothek und ein Theater. Die Bevölkerung liefert Drechslerarbeiten, Kalico, Damast, Leder und Strohkörbe und treibt Handel mit Korn, Futter, Vieh, Leder und Eisenwaren. Auf dem Berge La-Motte ist seit 1854 ein Standbild der Jungfrau Maria errichtet zum Dank für die Fernhaltung der Cholera. In der Nähe sind mehrere Hütten⸗ und Hammerwerke, sowie eine Mineralquelle. — Das Arrondissement Vesoul zerfällt in 10 Kantone mit 215 Gemeinden und zählt (1881) 94 907 E.