Vesper, im Lateinischen die späte Nachmittagszeit, wird in der christl. Kirche der gewöhnlich um 6 Uhr beginnende Abendgottesdienst genannt. In den Klöstern nennt man V. die den Festen tags vorher vorausgehenden gottesdienstlichen Feierlichkeiten und zwar Vesperae primae, wenn sie von nachmittags 3 Uhr bis zu Sonnenuntergang dauern, Vesperae secundae, wenn sie nach Sonnenuntergang beginnen. Vesperbild heißt die Darstellung der Leiche Christi in den Armen der Mutter.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 238Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei