Vogel (Joh. Karl Christoph), verdienter Schulmann, geb. 19. Juli 1795 zu Stadt-Ilm, studierte in Jena Philologie und Theologie. Im J. 1816 wurde er Lehrer an dem erst in Tharand, dann in Wackerbartsruhe bei Dresden bestehenden Langschen Erziehungsinstitut, 1823 Direktor der höhern Stadtschule zu Krefeld, 1832 Direktor der allgemeinen Bürgerschule in Leipzig, wo er eine vollständige Reorganisation des gesamten Bürgerschulwesens durchführte und unter anderm auch die städtische Realschule, die erste im Königreich Sachsen, begründete. Er starb daselbst 15. Nov. 1862. Von seinen zahlreichen, zum Teil in vielen Auflagen verbreiteten Schriften verdienen Erwähnung: „Lesebuch für Schule und Haus », «Engl. Lesebuchv, 4Schulatlas der neuern Erdkundev, „Geschichtstabellen auf geogr. Grundey. Auch erwarb er sich Verdienst um den geogr. Unterricht durch Herstellung eines Nehatlas auf Wachspapier. V.s älteste Tochter ist die belletristische Schriftstellerin Elise Polko (f. d.); der Afrikareisende Eduard V. (s. d.) war sein Sohn.