Vogelsgebirge, auch Vogelsberg, ein Basaltgebirge Mitteldeutschlands, durch die Kinzig im S. und SO. vom Spessart, durch die Wetterau im W. vom Taunus, durch die Fulda und deren linken Nebenfluß Fliede im O. von der Rhön getrennt, größtenteils in der hess. Provinz Oberhessen, zum kleinern südöstl. Teile zum preuß. Regierungsbezirk Kassel gehörig, breitet sich von seinem Mittelpunkte, dem Bergplateau Oberwald nach allen Richtungen fächerförmig aus und wird dabei auf allen Seiten von langgestreckten Flußthälern, der Nidder, Nidda, Horlof, Wetter, Ohm, Schwalm u. s. w. durchfurcht. Die von Wald, Wiesen, Weiden, hier und da auch von Moor-und Torfgrund bedeckte Oberfläche trägt zahlreiche kleine Basaltkegel, von welchen der Taufstein, der Gipfelpunkt des V., bis zu 772 m aufsteigt. Westlich und südlich gehen alle Gewässer durch Wetter und Kinzig zum Main, östlich und nordöstlich zur Fulda und nordwestlich durch die Ohm zur Lahn. Im N. umdzieht die Linie Gießen-Fulda, im SW. die Linie Gießen-Gelnhausen der Oberhessischen, im O. und SO. die Linie Bebra-Hanau der Preußischen Staatsbahnen das V.