Volta, Flecken in der ital. Provinz Mantua, mit (1881) 1711, als Gemeinde 4184 E., 5 km westl. des Mincio am Rande des Hügellandes, Sammelpunkt vieler Straßen, wurde geschichtlich denkwürdig durch die blutigen Kämpfe am 26. und 27. Juli 1848. Zum Schutze des nach der Niederlage bei Custozza in der Versammlung begriffenen ital. Heeres sollten die sardin. Brigaden Savoyen und Savona am 26. abends V. besetzen, doch kam ihnen die österr. Vorhut (Brigade Liechtenstein) hierin zuvor und hielt sich zwei Stunden gegen die Angriffe der Sardinier, deren Brigade Savoyen in V. eindrang und bis Mitternacht die westl. Hälfte des Fleckens besetzte. Mit Hilfe der um 8 Uhr abends eingetroffenen Brigade Kergan wurde dagegen die Brigade Savona in die Ebene hinabgeworfen, und in der Nacht trafen die österr. Division Schaafgotsche am Nordausgange von V. und die Kavalleriedivision Taxis mit der Artilleriereserve bei Petachi ein. Am 27. früh 4 Uhr erneuerte das österr. Korps d'Aspre den Angriff und nötigte das während der Nacht durch die Brigade Regina und die Kavalleriebrigade Gazelli verstärkte ital. Korps Sonnaz um 6½ Uhr zum Rückzuge von V. und San-Felice. Die Division Taxis wollte verfolgen, wurde aber durch die Brigade Gazelli, welche Col del Diavolo bis 9 Uhr hielt, daran verhindert.