FeedWagner (Albr.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Wagner (Albr.), vorzüglicher Chirurg, geb. 1827 zu Berlin, studierte dortselbst und in Heidelberg, nahm als Arzt am ersten Schleswig-Holsteinischen Kriege teil und wurde, nachdem er längere Zeit auf wissenschaftliche Reisen verwandt hatte, Assistent auf der Langenbeckschen Klinik zu Berlin, habilitierte sich auch daselbst als Privatdocent. Im J. 1853 übernahm er die Leitung der chirurg. Abteilung des danziger Stadtkrankenhauses und wurde 1858 auf den Lehrstuhl der Chirurgie zu Königsberg berufen. Hier hat er als Arzt, wie als Lehrer gleich ausgezeichnet gewirkt, bis er 1870 sich als konsultierender Generalarzt der Armee anschloß. Er starb 15. Febr. 1871 am Typhus zu Döle in Frankreich. W. schrieb eine Reihe von Aufsätzen und Abhandlungen, von denen die Arbeiten über acheitter Krochenbrür über die Behandlung difform geheilter Knochenbrüche und über Nervenresektion die bedeutendsten sind.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 372Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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