Wagner (EErnst), Romanschriftsteller, geb. 2. Febr. 1769 als Sohn eines Landgeistlichen zu Roßdorf in Sachsen-Meiningen, studierte die Rechte in Jena und wurde dann Gerichtsaktuar und Verwalter auf dem Rittergute des Freiherrn von Wechmar zu Roßdorf, 1804 Kabinettssekretär in Meiningen. Seine erste größere Dichtung war der Roman «Wilibalds Ansichten des Lebens (2 Bde., Meining. 1804; 5. Aufl. 1854). Hieran schlossen sich «Die reisenden Malero (2 Bde., Lpz. 1806), Die Reisen aus der Fremde in die Heimato (2 Bde., Hildburgh. 1808; Tüb. 1809), „Isidora (Tüb. 1814), «Das histor. A-b-e eines 40jährigen Fibelschützen »(Tüb. 1810), als ein Anhang zu den «Reisen aus der Fremdey, mit einer Vorrede von dere Paul. Unverkennbar ist in W.s Schriften der Einfluß Jean Pauls, der jedoch ihre Eigentümlichkeit nicht beeinträchtigt. Er starb 25. Febr. 1812. Eine Sammlung seiner Schriften erschien nach seinem Tode (12 Bde., Lpz. 1824—28; 3. Aufl., 6 Bde., 1854 55). Vgl. Mosengeil, «Briefe über den Dichter Ernst W. (Schmalkald. 1826).